Kundenmagazin LIFE NEWS Ausgabe 2/2014

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9. Januar 2009 - Kein Zusatzbeitrag in 2009


 

Nun ist es also amtlich. Der Gesundheitsfonds ist da. Steigende Lohnnebenkosten von ca. 700 Millionen Euro für Versicherte und Arbeitgeber. Leider kann die Shell BKK/LIFE Ihnen den „Beitragsschock“ nicht ersparen, denn auf den neuen Einheitsbeitragssatz haben wir keinerlei Einfluss. Nichtsdestotrotz sind Sie bei der Shell BKK/LIFE bestmöglich aufgehoben und mit Ihrer BKK bestens darauf vorbereitet. Und eine gute Nachricht: Bei der Shell BKK/LIFE wird es in 2009 keinen Zusatzbeitrag geben.

 

Ab dem 1. Januar 2009 beträgt der neue bundeseinheitliche Beitragssatz für die gesetzlichen Krankenkassen 15,5%. Er liegt damit deutlich über dem aktuellen Beitragssatz der Shell BKK/LIFE in Höhe von 13,3% zzgl. 0,9% Sonderbeitrag. Spätestens bei der Gehaltsabrechnung im Januar 2009 wird damit weniger auf dem Lohnzettel stehen, ohne dass dadurch ein umfangreicherer Leistungsanspruch besteht. Auch der neue einheitliche Beitragssatz enthält nach wie vor den Sonderbeitrag von 0,9 %, den Sie alleine zu tragen haben.

 

Viele sprechen in diesem Zusammenhang von einem „Beitragsschock“. Leider hat die Selbstverwaltung Ihrer BKK ab 2009 keinerlei Einfluss mehr auf die Beitragssatzgestaltung. Der einheitliche Beitragssatz wird allen gesetzlichen Krankenkassen von der Bundesregierung vorgeschrieben. Die Arbeitgeber sind ebenso betroffen, allerdings zahlen sie weiterhin 0,9 Prozentpunkte weniger als die Arbeitnehmer.

 

Was bedeutet der Gesundheitsfonds genau?

 

Der Gesundheitsfonds finanziert die gesetzliche Krankenversicherung neu. Beim Beitragseinzug ändert sich sowohl für die Versicherten als auch für die Arbeitgeber nichts, die Beträge werden allerdings an den Gesundheitsfonds weitergeleitet. Neu: Ab 2009 fließen in den Fonds neben den Versicherten- und Arbeitgeberbeiträgen außerdem noch Steuermittel.

 

In einem komplizierten Verfahren werden diese Beträge wieder auf alle Krankenkassen aufgeteilt. Jede Kasse erhält pro Versichertem eine pauschale Zuweisung sowie ergänzende Zu- und Abschläge je nach Alter, Geschlecht und Krankheit ihrer Versicherten. Dabei berücksichtigt der sogenannte morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) schwerwiegende und kostenintensive chronische Krankheiten und den unterschiedlichen Versorgungsbedarf der Versicherten: Die Kassen erhalten für kranke Versicherte mehr und für gesunde weniger Geld.

 

Reichen die Finanzmittel nicht aus, können Krankenkassen einen Zusatzbeitrag erheben. Entsteht ein Überschuss, können die Kassen ihren Versicherten auch Prämien zahlen.

 

Zur Vermeidung von Härtefällen ist eine Überforderungsklausel vorgesehen: Der Zusatzbeitrag ist auf 1 % des monatlichen beitragspflichtigen Einkommens begrenzt. Wenn der monatliche Beitrag 8 € nicht übersteigt, wird der Beitrag ohne Prüfung der Höhe der beitragspflichtigen Einnahmen des Mitglieds erhoben. Erhebt eine Krankenkasse einen Zusatzbeitrag, haben die Mitglieder ein Sonderkündigungsrecht.


Warum steigt der Beitragssatz so stark an?

 

Die Beitragssatzerhöhung hat vier maßgebliche Gründe:

 

  1. Durch die Neuordnung der ärztlichen Vergütung ergeben sich Gehaltssteigerungen der Ärzte von ca. 2,5 Mrd. €.
  2. Die Neuordnung der Krankenhausfinanzierung kostet ca. 3 Mrd. €.
  3. Die steigenden Kosten für Arznei- und Hilfsmittel belaufen sich auf ca. 3 Mrd. €.
  4. Die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) schlägt mit rund 1 Mrd. € zu Buche.

Diese Mehrausgaben allein machen schon eine Beitragssatzsteigerung von 0,8 % aus.


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